Silber-Grusel-Krimi Nr. 145: Klinik des Grauens
Silber-Grusel-Krimi Nr. 145: Klinik des Grauens


Als ihn der frische Luftzug traf, atmete Lee Chapman tief durch. Dankbar dachte er an den intelligenten Menschen, der die Türen der Bank geöffnet hatte, denn die Klimaanlage war defekt. Ein großes Schild über den Schaltern wies die Kunden der First National Bank darauf hin. Lees Kundenberater war seit mehr als fünf Minuten verschwunden. Chapman wischte sich den Schweiß von der Stirn. Plötzlich gewann das berufliche Mißtrauen in ihm die Oberhand über die Erleichterung, die der kühle Luftzug brachte. Unauffällig sah Chapman sich um. Sein Blick blieb an einem älteren Mann haften, der mit steifen Schritten auf den Hauptschalter zuging. Die Bewegungen dieses weißhaarigen, würdig aussehenden Gentlemans wirkten hölzern -wie einstudiert. Unsichtbare Fäden schienen diesen Mann zu steuern. Lee Chapman wunderte sich etwas über seine Gedanken. Aber als er das Zusammenzucken des Chefkassierers am Hauptschalter sah, wußte er genau, was dort geschah. Unauffällig glitt Lees Blick zur Tür.


von Theodor Dombrowski, erschienen am 28.06.1977, Titelbild: ???

Rezension von Postman:


Kurzbeschreibung:
Die First National Bank wird von einem Mann überfallen, den man auch mit Schüssen durchlöchert nicht aufhalten kann. Diese Erfahrung muss Inspektor Lee Chapman machen, als er zufällig mit zwei hinzugekommenen Polizisten den flüchtenden und um sich schießenden Bankräuber stoppen möchte. Über das als gestohlen gemeldete Fahrzeug führt die Spur in die berühmte Nervenheilanstalt Professor Borgs dessen Vertreter Dr. Wingate der Besitzer des Fahrzeugs ist. Dr. Borg selbst scheint jedoch die verdächtigere Rolle einzunehmen, denn als Förderer in der Arzneiforschung scheint er immer knapp an Geldmitteln zu sein. Als sich der Bankräuber im Zuge der Ermittlungen als vor kurzem verstorben entpuppt, scheint dem Inspektor nur eine Graböffnung Licht ins Dunkle zu bringen. Der Tote namens Stephen Dagenham wird dort von Kugeln durchlöchert im Sarg vorgefunden, so dass Inspektor Chapman nach einer abschreckenden Vision eines Opferritus mit Knochenthron im Voodoo Stil nun endgültig weiß dass hier einiges nicht mit rechten Dingen zugeht. Professor Borg zur gleichen Zeit unterhält zu einem seiner Patienten namens Roy Cranston innigen Kontakt, der ihn mental zu beeinflussen und körperlich langsam aufzuzehren scheint. Es tauchen auch immer mehr Zombies in der Öffentlichkeit auf. Viele Spuren führen mittlerweile in die Nervenheilanstalt von Professor Borg, welche die parapsychisch kundige Verlobte des Inspektors Patricia Neale mit Hilfe geheimer Schriften ergänzen kann, so dass sie sich entschließt selbst als Volontärin getarnt in der Nervenheilanstalt vorzusprechen. Leider ist der böse Geist mächtiger als gedacht, denn Patricia und ein hilfreicher Polizist landen statt an Wissen reicher leider blutärmer auf zwei Bahren bevor sie sich selbst als Zombiediener erheben. Gegen diverse Untote kämpfend versucht Inspektor Chapman und sein Gefolge das Irrenhaus zu stürmen, wobei Sie nicht wissen wenn oder was sie als Gegner dort vorfinden werden und wie sie es bekämpfen können. Kann die Verlobte des Inspektors noch gerettet werden oder muss er Sie eigenhändig töten?


Meinung:
Von Anfang bis Ende spannend und unterhaltsam zu lesen. Als Leser fühlt man sich hier immer mitten in die Szene gesetzt wobei den Akteuren einen ausreichenden Hintergrund mit einem Augenzwinkern verpasst wurde. Einzig allein die Vorstellung, dass ein Zombie eine Bank überfällt und genügend Hirn besitzt ein Auto zu lenken ist doch etwas bizarr, aber man will sich ja hier unterhalten.


4 von 5 möglichen Kreuzen:
4 Kreuze


Kommentare zum Cover:

Eher ein Krimi Cover mit hinzu gemaltem Skelett, welches der Maler wohl ergänzte, als die Grusel- und Mysterywelle Anfang der Siebziger anrollte. Ein gewisser Reiz ist nicht abzusprechen auch wenn das Motiv etwas langweilig gewählt wurde.


Coverbewertung:
2 Kreuze