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Die Tür am Ende des schwachbeleuchteten Ganges öffnete sich. Dr.
Henry Herold, 36, Facharzt in dem kleinen Privat- Sanatorium am Rande von
Valley Forest erweiterte den Türspalt vorsichtig und warf einen Blick
nach draußen. Leer lag der Gang vor ihm. Herold hatte Nachtdienst.
Die Nachtschwester hielt sich in dem kleinen Zimmer auf. Dort brannte ebenfalls
Licht. In der Klinik war es ruhig. Es war wenige Minuten vor Mitternacht.
Auf Zehenspitzen schlich Herold durch den Korridor. In der Mitte des Ganges
etwa lag der Treppenaufgang. Dr. Herold hätte eigentlich schlafen und
sich bereithalten sollen für den Fall, daß seine Hilfe in dieser
Nacht gebraucht wurde. Aber damit rechnete er nicht. Es gab im- Augenblick
keinen besonderen schweren Fall hier im Haus. Die diensttuende Schwester
würde allein fertig werden. Außerdem hatte er nicht die Absicht,
lange fortzubleiben.
Rezension von
Florian
Hilleberg:
Kurzbeschreibung:
Dr. Henry Herold stößt im Zuge von Privatforschungen auf ein
Dimensionstor, welches ihn zu der Welt der grauen Riesen bringt. Diese Wesen
leben in Höhlen, die ihnen als Transporter durch sämtliche Dimensionen
dienen. Schon vor Urzeiten hatten sie Kontakt mit den Menschen, diesen aber
abgebrochen, da die grauen Riesen mit den Menschen schlechte Erfahrungen
gemacht hatte. Henry Herold informiert seinen Bruder Kenneth von seiner
Entdeckung und macht sich mit ihm gemeinsam auf den Weg zu den grauen Riesen.
Als sie den Rückweg antreten wollen, gelingt aber nur Kenneth die Reise,
Henry bleibt auf der Welt der grauen Riesen verschollen. Dorthin verschlägt
es auch Björn Hellmark, der eigentlich mit dem Lichtwesen DDyll
auf dem Weg zur Erde ist. Auf ihrer Reise vernimmt DDyll plötzlich
Signale eines weiblichen Wesens seiner Art und lässt Björn auf
der Welt der grauen Riesen zurück. Dort macht der Deutsche eine grauenhafte
Entdeckung: Seit Urzeiten bewachen die grauen Riesen einen Gegenstand, den
die Schwarzen Priester unter allen Umständen in ihre Finger bekommen
wollen: Das Blutsiegel des Molochos, welches Pest und Tod über die Menschen
bringen kann....
Meinung:
Von Dan Shockers Zweitserie sind mir im Prinzip nur die ersten Romane bis
Band 18 bekannt, so dass ich mich erst in die komplexe Handlung einfinden
musste. Macabros zeichnet sich ja durch einen stark Zyklenhaften Aufbau aus,
was es Erstlesern nicht einfach macht, mitten drin anzufangen zu lesen. Doch
durch Erklärungen und Einführungen gelingt es dem Autor schnell,
dem Leser zu vermitteln, was nun für die vorliegende Story von Belang
ist und was nicht. In diesem Band erwartet einen wieder eine gekonnte Mischung
aus Fantasy-, Science-Fiction- und Horror-Elementen. Letztere kommen zum
größten Teil in der Nebenhandlung um Kenneth und Liz Herold zum
Tragen, die zu Spielbällen des Schwarzen Priesters werden. Die titelgebenden
grauen Riesen sind interessante Geschöpfe, deren Leben zu analysieren
sich schon lohnt und das Blutsiegel des Molochos ist im Prinzip eine Art
Büchse der Pandora, welche noch spannende Verwicklungen verspricht.
So ganz klar wurde allerdings nicht, weshalb DDyll gerade in dem Moment
die Signale seiner Partnerin vernahm, als er sich in der Nähe der Welt
der grauen Riesen befand. War das nun ein Zufall oder eine Falle? Vielleicht
wird dieser Umstand in späteren Romanen noch einmal aufgegriffen. Die
vorliegende Geschichte bietet jedenfalls rasante und abwechslungsreiche
Unterhaltung mit einem äußerst spannenden Cliffhanger...
Besonderheiten:
Erster Auftritt von Molochos Blutsiegel
Erster Auftritt von Dr. Henry Herold
4 von 5 möglichen Kreuzen:
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Kommentare zum Cover:
Das Cover zeigt einen grauen Riesen und seinen Nachwuchs, der gerade aus
einem Ei schlüpft, sowie den Schwarzen Priester im Hintergrund. Die
Szene kommt im Roman genauso vor und wurde von Lonati auch zeichnerisch sehr
gut festgehalten, wird aber auf Außen-stehende sehr bizarr wirken.
Coverbewertung: