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Ein Mann drückte die Zweige des Gebüschs auseinander und blickte
in die Dämmerung, die über der Steppe lag.Ein tiefer Atemzug hob
und senkte die mächtige, breite Brust des einsamen Wanderers, und mit
aufmerksamen Blicken schaute er sich um. Er wußte nicht, wo er war.
Das Land war ihm fremd. Diese ganze Weite war ihm ein Rätsel. Ein
ungewohntes Schicksal hatte ihn an die Ufer eines fremden Landes oder einer
Insel.
Rezension von
Florian
Hilleberg:
Kurzbeschreibung:
Rani Mahay, der Koloss von Bhutan, und seine bengalische Tigerin Chitra folgen
Björn Hellmark durch den Spiegel der Druidin Kiuna Macgullygosh. Doch
Rani trifft nicht in Tschinandoah ein, sondern gelangt im Land Ullnak. Dort
trifft er auf Statuen, die seinen Freund Björn darstellen und mit Nadeln
gespickt sind. Die Bewohner geben dem deutschen Millionärssohn die Schuld
an dem Umsturz ihres Landes und wollen ihn quälen. Nachdem der Fürst
von Ullnak starb kam seine Tochter Aleana an die Macht, doch alsbald wurde
sie ihr wieder entrissen. Was die Bewohner nicht ahnen ist, dass der finstere
Magier Tamuur das Zepter in der Hand hält und Björn die Schuld
in die Schuhe geschoben hat. Tamuur, der Scharlachrote, ein dämonisches
Wesen mit einem bizarren Äußeren hat sich selbst zum Herrscher
über Ullnak gemacht und buhlt um die Gunst der schönen Aleana.
Rani und Chitra treffen auf einen Bewohner des unterdrückten Landes,
der ihnen helfen will. Er lockt sie in einen Tempel, wo die Soldaten Tamuurs
den Inder überwältigen. Björn Hellmarks indischer Freund wird
gefangen genommen, während Chitra die Flucht gelingt. In einer Kerkerzelle
in einem der Türme der Burg von Tamuur wird Rani Mahay Zeuge, wie Chitra
von einer fleischfressenden Pflanze im Garten des Magiers verschlungen wird.
Rani selbst gelingt die Flucht, in dem er sich aus dem Fenster ins Meer
stürzt. Er wird an die Ufer eines geheimnisvollen Eilands gespült.
Dort trifft er auf Eingeborene, die einem mächtigen Wesen huldigen,
welches sich Chhom nennt. Rani hofft mit Chhoms Hilfe Tamuur zu stürzen
und Björn wiederzufinden. Doch die dinge entwickeln sie wie immer ganz
anders als geplant und Rani muss erkennen, dass Tamuurs Einfluss weiter reicht,
als er dachte....
Meinung:
Während Björn immer noch durch die Dimensionen reist, erlebt Rani
Mahay seine eigenen Abenteuer und bekommt mit diesem Heft sogar einen Solo-Roman.
Björn und Carminia tauchen eigentlich nur als Trugbilder bzw. als Statue
auf. Darüber hinaus ist der Roman auch bemerkenswert, weil Chitra, Ranis
treue Gefährtin, im Schreckensgarten von Tamuur ihr Ende findet. Die
Story um Ullnak ist dabei nicht allzu neu, ein finsterer Tyrann will die
Gunst der schönen Königstochter erringen. Derartige Geschichten
findet man fast in jedem zweiten Fantasy- oder Mittelalterroman. Die erste
Hälfte des Romans beschäftigt sich mit der Ankunft des Inders in
Ullnak und der Begegnung mit Tamuur, der wirklich scheußlich dargestellt
wird, sowohl äußerlich, als auch charakterlich, eben wie ein
waschechter Bösewicht sein muss. Die zweite Hälfte der Geschichte,
in der Rani auf der Insel Skyx gegen Riesenschlangen kämpfen muss ist
dabei sehr rasant, tempo- und actionreich. Der Leser ist dabei vor keiner
Überraschung sicher, und wenn man glaubt die Lösung des Rätsels
liegt vor einem, so ist es doch ganz anders als erwartet. Unlogisch fand
ich den Umstand, dass es Rani gelingt sich aus der Umklammerung einer
Riesenschlange zu befreien, in der er ihr seinen Willen aufzwingt. Zunächst
wird behauptet, Rani könne seine besondern Fähigkeiten nur bei
Tieren anwenden, nicht aber bei dämonischen Geschöpfen. Später
erzählen ihm die Eingeborenen die Schlagen wären magische Kreaturen,
also hätte die hypnotische Kraft des Inders theoretisch keine Wirkung
zeigen dürfen. Ansonsten bietet der Roman wirklich gute Unterhaltung
und läutet einen neuen Zyklus in der Macabros-Serie ein, in welchem
Rani Mahay die Hauptperson zu werden scheint.
Besonderheiten:
Solo-Roman mit Rani Mahay.
Erster Auftritt von Tamuur, dem Scharlachroten.
Erster Auftritt von Aleana.
Chitra, die bengalische Tigerin, wird von einer fleischfressenden Pflanze
verschlungen.
4 von 5 möglichen Kreuzen:
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Kommentare zum Cover:
Das Cover gefällt mir vom Stil her überhaupt nicht und ich bin
wirklich erstaunt darüber wie schlüssig Dan Shocker das Cover in
die Geschichte mit eingebunden hat.
Coverbewertung:
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