Larry Brent Nr. 154: Das grüne Blut des steinernen Götzen
Larry Brent Nr. 154: Das grüne Blut des steinernen Götzen


Seit eh und je hatte Ben Macdhui, die höchste Erhebung in den schottischen Cairngorms, die Phantasie der Bewohner in dieser Gegend beschäftigt. Um diese "windige" Berggegend spannen sich die tollsten Geschichten und es hieß, die Geister der Vergangenheit seien hier so lebendig, wie in den Tagen von König Artus und darüber hinaus. In einem Land, das so reich mit Legenden gesegnet ist, und dessen wildromantische Gestalt, dessen zerklüftete, unzugängliche Berge und dunkle Täler wohl mit dazu beigetragen haben, soviel unheimliche und gespenstische Geschichten in die Welt zu setzen, nimmt man erstaunlicherweise diese Dinge noch sehr ernst. Die geheimnisvollen Seen, die tausend Burgen und Schlösser hatten es auch Reginald Thompson angetan. Er war begeisterter Amateurfotograf. und seine ganze Freizeit steckte er in sein aufwendiges Hobby. Reginald Thompson kam aus einer Kleinstadt, die direkt an der englischen Grenze las. Sein großer Wunsch war es schon immer gewesen, vom schottischen Hinterland, vor allem vor dem legendären Loch Ness, eine umfangreiche Dia-Serie anzulegen. Er nahm sich viel Zeit. Es war Sommer, und er hatte Urlaub. Niemand drängte ihn. und im Hintergrund wartete auch keine Familie, deren Wünsche er erfüllen sollte. Als Junggeselle führte er das Leben, das ihm gefiel.


Rezension von Postman:


Kurzbeschreibung:
Reginald Thompson sucht als Hobbyfotograf nahe des BEN MACDHUI (Link) im schottischen Hochland ein ausgefallenes Motiv. Da kommt ihm SWORD CASTLE, eine alte verfluchte Ruine, gerade recht. Nahe der Waffenkammer trifft ihn um die Mittagszeit ein Lichtstrahl der ihn verschwinden lässt. Tage später bekommt SWORD CASTLE eine neue Besitzerin, denn die junge Schottin Cyril Perkins bekommt von Ihrem verstorbenen amerikanischen Onkel diese erstaunlich gut erhaltene Burgruine vererbt. Mit Ihrem Freund Brian Baker macht sich Cyril auf den Weg und findet nach einer Übernachtung im nahe gelegenen BRAEMER durch Zufall ein gigantisches Kellergewölbe in der Burg. Dort steht wohl seit Urzeiten ein versteinerter Götze mit einem seltsamen Ring, von welchen Sie die Nacht zuvor schon geträumt hatte. Als sie den Ring berührt, scheint sich der Traum zu wiederholen, denn Cyril verletzt sich an den dort angebrachten Stacheln und das riesige Schmuckstück schrumpft zu einem Amulett zusammen. Von nun an ist sie ein Jünger des Götzen Chaos, dessen Widergeburt kurz bevor steht. Sie infiziert Ihren Freund Brian ebenfalls mit dem Amulett, denn nur Ihr ist es als erste Dienerin möglich diesen Virus weiterzugeben.
Zur selben Zeit ist Larry Brent in seiner Doppelrolle als X-RAY-1 (siehe LB 150) und X-RAY-3 unterwegs um über den geheimnisvollen Armand Leucate mehr herauszufinden. Der aristokratische Schöngeist steht im Verruf in mehreren Zeitepochen gesichtet worden zu sein und auf fast alle Fragen des Lebens Antwort zu haben. Die Spur führt nach BRAEMER wo der Graf mit seinem Diener im örtlichen Gasthaus TO THE THREE OKKS Quartier bezogen hat. Larry trifft dort die hübsche May Thompson die Ihren als vermisst geltenden Bruder sucht. Als der Gastwirt Lawrence McCoy erst Amok läuft und danach überfahren wird, entdeckt man dass er grünes Blut hat.
Seine Tochter Sandra McCoy berichtet Larry von einem Fluch den vor 150 Jahren nur der Großvater Derek McCoy brechen konnte als er gegen den steinernen Götzen antrat und ihn besiegen konnte. Im zu Hilfe war eine Armbrust mit einem speziellen Pfeil der nur von einem oder einer McCoy in 3. Generation abgeschossen die erhoffte Wirkung erzielen würde. Die ganze Wahrheit würde in der Hauschronik stehen die Minuten später schon von einem Unbekannten gestohlen wird der in einem Fahrzeug flieht. Larry kann über den Heckgepäckträger des VW Halt finden und somit den Dieb, der sich als Brian Baker entpuppt, folgen. May, die im Gasthaus geblieben ist, wird kurz darauf von Cyril Perkins attackiert die versucht Sie ebenfalls umzuwandeln. Im letzten Moment kann May von Leucate gerettet werden, der sie in einer einsamen Berghütte versteckt. Nicht so viel Glück hat Sandra McCoy die von nun an das grüne Blut in sich trägt. Larry kann zur gleichen Zeit zwar Brian Baker zum Zweikampf stellen, muss aber die Erfahrung machen dass sein Gegner wie aus Stein ist. Erst als der Gegner einen Abhang hinunterstürzt, bleibt dieser zu Steinbrocken aufgelöst liegen. Das Tagebuch kann Larry zwar lesen und erfährt somit mehr vom Götzen CHAOS, jedoch wird er von mehreren seiner Anhänger überwältigt und ins Gewölbe gebracht. CHAOS scheint alle seine 300 Anhänger in die Ruine zu rufen. Leucate und May haben etwas mehr Glück, zwar werden Diener und Freund des Grafen getötet, jedoch können der Adlige und das Mädchen CHAOS Anhängern mit einem Fahrzeug entfliehen. May die unbemerkt sich auf der Rückbank versteckt hatte, folgt Leucate in die Ruine und sieht wie er verschwindet. Wie betäubt folgt Sie der Treppe um CHAOS zu erblicken der mit jeder zur Stein Werdung seiner Anhänger etwas mehr zum Leben erweckt wird. Der Gigant erwacht und Larry gerät trotz Flucht direkt in seine Klauen. Dies ist wohl das Ende aller Beteiligten, denn Sandra McCoy scheint als Auserwählte ebenfalls zu den Infizierten zu gehören.


Meinung:
Dieser erste Teil der Trilogie hat alles was ein spannender Roman braucht. Eine alte Burgruine, ein Götze aus der Urzeit und seelenlose Anhänger die fast unbesiegbar wirken. Es ist immer wieder fantastisch zu lesen mit welchen Ideen der Autor die PSA-Agenten konfrontiert. Graf Leucate wird herrlich undurchsichtig eingeführt, der ebenfalls in der Serie MACABROS eine Rolle spielt. In einem Rutsch fast durchgelesen ist man schon gespannt auf die zwei Fortsetzungen.


Besonderheiten:
1. Teil des sogenannten CHAOS-ZYKLUS
1. Auftritt des mysteriösen Grafen Armand Leucate


4 von 5 möglichen Kreuzen:
4 Kreuze


Kommentare zum Cover:

Ein neues Lonati Bild hätte mir besser gefallen, jedoch darf ich nicht ungerecht sein denn schon im SGK fand dieses Bild Verwendung. Großvater Derek McCoy kämpft gegen CHAOS auch wenn die Armbrust fehlt. Passend in Szene gesetzt aber kein Brüller.


Coverbewertung:
2 Kreuze