Gespenster-Krimi Nr. 12: Das Schloß des Schreckens
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"Mein Gott, was habe ich getan? Ich habe Glorya Glanton ermordet, die
schönste Frau der Welt und die Frau, die ich mehr als alles andere in
diesem Leben liebte - ich mußte es tun, denn sie war kein Mensch mehr,
sondern eines der Geschöpfe des Professors Malveillance und jener
fluchbeladenen jahrtausendealten Kreatur aus dem tiefsten Pfuhl der Hölle."
Mit diesen melodramatischen Worten begann das Geständnis, das
ein junger Mann in den frühen Morgenstunden des 23. Februar vor Beamten
des FBI und der Mordkommission von Los Angeles ablegte. Der junge Mann war
vom Flughafen kommend direkt zu der Villa des prominenten Filmstars Glorya
Glanton in Beverly Hills gefahren. Dort hatte er mit Hühnerblut und
anderen Essenzen einen - wie er es nannte - "magischen Kreis" um die Villa
des berühmten Nachwuchsstars gezogen. Dann war er in die Villa eingedrungen
und hatte Glorya Glanton, die "Monroe der siebziger Jahre", mit einem antiken
Dolch angefallen und umgebracht. Die Tat geschah vor den Augen von Glorya
Glantons entsetztem Agenten Dan Miller. Aus Miller war keine vernünftige
Aussage herauszubekommen. Er stammelte wirres Zeug. Er mußte in eine
Nervenklinik gebracht werden, da er unter einem schweren Schock stand. Sein
Geist hatte sich verwirrt.
von Brian Elliot, erschienen am 04.12.1973, Titelbild: Josep Marti Ripoll
Rezension von
Stefan Schrage /
Olivaro:
Kurzbeschreibung:
Der junge Millionärssohn Dean Warren reist seiner Geliebten, der
Schauspielerin Glorya Glanton in die marokkanische Hafenstadt Tanger nach,
die dort z. Zt. mit Dreharbeiten für einen Abenteuerfilm beschäftigt
ist. Als diese schwer verunglückt und sich schwere Kopfverletzungen
zuzieht, wird sie in das alte Maurenschloß, wo der zwielichte Professor
Malveillance eine moderne Privatklinik für Gehirnchirurgie unterhält,
gebracht. Die Operation verläuft erfolgreich. Aber Malveillance, ein
buckliger kleiner Mann, der in der Fachwelt nicht anerkannt wurde, hat Gloryas
Gehirn so manipuliert, daß diese unter dem dämonischen Einfluß
des Dämons Shochor-al-Ghira steht, der mit Hilfe von Malveillances Opfern
seine Macht zurückerlangen will. Glorya Glanton tötet unter dem
Einfluß des Dämons mehrere Menschen, darunter auch ihren Filmkollegen,
den bekannten Filmstar Frankie de Witt. Auch Dean Warren wird in die
schrecklichen Ereignisse hineingezogen. In der jungen Assistentin von
Malveillance, der schönen Elvira und dem Polizeiprefäkten Kemal
Kara Ozman findet er Verbündete. Schließlich gelingt es Dean und
seine Mitstreiter, Professor Malveillance zur Strecke zu bringen und den
Dämon Shochor-al-Ghira mit einem antiken Maurendolch zu vernichten.
Meinung:
Ein recht solider Gruselroman von Brian Elliot. Eine spannende Handlung in
einer exotischen Umgebung und eine interessante Idee des Autors: einen
verrückten Professor, der von der medizinischen Fachwelt verkannt,
verhöhnt und verstoßen wird und sich dann grausam rächt.
3 Kreuze dafür.
3 von 5 möglichen Kreuzen:

Kommentare zum Cover:
Das Titelbild hat nichts mit der Geschichte zu tun und es ist sicherlich
keines der besten Cover, doch die klauenartigen Hände, die durch die
Gitterstäbe ragen, das erschrockene Gesicht des Mannes und das kellerartige
Gewölbe verleihen dem Ganzen einen unheimlichen Touch.
Coverbewertung:

Ein Zusatzhinweis zu dem Cover kommt von Michael Schick:
Das Titelbild dieses Romans war auch schon auf dem Cover des spanischen
Comic-Magazins VAMPUS Nr. 4 verwendet worden: