Nr. 32

Die Blut-Schamanin




Juri zitterte vor Angst. "Was hast du?" rief Karin Behrens ungeduldig. Sie war hier im Altai-Gebirge auf der Suche nach Bodenschätzen

und hatte den Siebzehnjährigen angeheuert, weil er sich im Grenzgebiet zwischen Rußland, Kasachstan, der Mongolei und China

bestens auskannte. Der Junge antwortete nicht. Wie angewurzelt blieb er stehen. Die Geologin folgte seinem Blick.

Entgeistert starrte Juri auf einen Kiefernstamm. Jemand hatte einen Bären hineingeritzt und das Holz blutrot gefärbt.

"Was ist denn so interresant dran?" fragte Karin spöttisch. "Da hat jemand sein Messer ausprobiert"

Wild schüttelte der Junge den Kopf, doch er flüchtete nicht. Vielleicht hätte er da noch eine Chance gehabt, mit dem Leben davonzukommen ...


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