Nr. 18

Der Sichelmörder von Cottbus



Es war kalt geworden. Die Herbstnebel zogen von der Spree herauf und hüllten die Anlagen Am Altstadtring fast völlig ein.

Die Nebelwand zwischen den Bäumen und Büschen schien undurchdringlich. nebelfetzen wabberten über die Stadtpromenade von Cottbus,

die bei diesem Wtter nachts wie ausgestorben war. Das Licht der Straßenlaternen blieb im dichten Nebel regelrecht stecken.

Hastige schritte ertönten auf dem Pflaster. Die junge Frau, die eilig auf der Promenade entlanglief, versuchte mit ihren Blicken die Nebelwand

zu durchdringen. Mit einer Hand hielt sie den Kragen des Mantels vor ihrem Hals geschlossen.

Die Hand, die aus der Nebelwand herausschoß, bemerkte sie erst, als sie sich hart um ihren Mund legte und sie ruckartig in den Nebel entführte!


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