Nr. 12

Die Parallelwelt der Vampire




Es wehte ein eiskalter Wind von der Nordsee her. Der Vollmond war hinter Wolken verschwunden.

Die unaufhörlich niederprasselnden Regentropfen stachen in die Haut wie Nadeln.

Mareike Boersma beschleunigte ihre Schritte. Die Plateau Absätze der jungen Blondine schlugen einen regelmäsigen Takt auf dem

Straßenpflaster neben der Gracht. Eigentlich liebte mareike ihr heimatstädchen Franeker. Es war einer der schönsten Orte im

holländischen Teil Frieslands. Doch an diesem Januarabend kamen ihr die Straßen feindlich und abstoßend vor.

Es ging etwas Fremdes von ihnen aus. Etwas das Mareike Angst machte.

Die alten Ulmen waren jetzt mitten im Winter kahl und ohne Blätter. Ihre Äste schienen nach ihr greifen zu wollen wie Fangarme

eines dämonischen Tintenfisches.


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