Nr. 146

Der Horror-Butler



Als sie das Haus verließ, wurde sie beobachtet. Aber davon merkte Geraldine Swanson nichts.

Die Frau hatte es eilig. Es war später Nachmittag, und die Banken schlossen in einer Viertelstunde. Bis dahin wollte sie ihr Vorhaben erledigen.

Geraldine Swanson war siebenundfünfzig. Sie sah jünger aus, und mit dem grauen Tweedkostüm und den Stöckelschuhen wirkte sie geradezu flott.

Sie überquerte die Straße und passierte den Eingang der Barrington-Bank. Es herrschte noch starker Publikumsverkehr.

Geraldine Swanson, reich, verwöhnt, seit drei Jahren verwitwet, war im Bankhaus bekannt. Es war alles bereits vorgesehen.

Sie wurde nicht im Kassenraum abgefertigt, sondern in einem Hinterzimmer, vom stellvertretenden Direktor,

einem Mann mit fahlen Gesichtshaut und dünnem Haar.

Neben dem wuchtigen Mahagoni-Schreibtisch stand eine große braune Papiertüte, die zu zwei Drittel gefüllt war.

"Bitte, Misses Swanson, nehmen sie Platz". Der stellvertretende Direktor zog ihr den Stuhl zurück.

Doch die Engländerin lehnte ab.


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