John Sinclair Nr. 178: Der grüne Dschinn
Ich hatte seine warnende Stimme noch im Ohr. "Du mußt ihn töten,
Oberinspektor. Sonst passiert ein Unglück." "Wen muß ich vernichten?"
Automatisch hatte ich das Band eingeschaltet, das unser Gespräch aufnahm.
"Ihn. Er wird kommen." Der Sprecher redete in einem sehr harten Dialekt.
Auf jeden Fall war er kein Mann von der Insel. "Wer wird kommen?" Langsam
wurde ich ungeduldig. "Der grüne Dschinn!" ich dachte nach. Ein Dschinn,
das war ein Geist. Wenigstens sprach man so im Orient. Da wurden die Geister
als Dschinns bezeichnet. Und nun sollte ich es mit so einem Dschinn zu tun
bekommen, falls der Anrufer recht hatte.
von Jason Dark, erschienen am 30.11.1981, Titelbild: José Perez
Montero
Rezension von
Metropolis:
Kurzbeschreibung:
John erhält einen mysteriösen Anruf bezüglich des grünen
Dschinns. Um mehr Informationen zu erhalten, soll er in eine türkische
Bar in Soho kommen. John vermutet eine Falle, geht aber trotzdem zum Treffen.
Zur Sicherheit bewacht aber Suko den Eingang zur Bar. John gerät auch
prompt in einen Hinterhalt und wird von den Dienern des Dschinns in einen
Hinterraum der Bar gesperrt. Dieser Raum entpuppt sich zur Todesfalle, da
sich langsam die Decke herabsenkt. John hat keine Möglichkeit diese
zu stoppen ... Kurz bevor er zerdrückt wird, entkommt er natürlich
(wie, das verrate ich nicht. Nur soviel: Er selbst kann sich nicht befreien
und er wird auch nicht von Suko oder einer anderen Person gerettet). In der
Zwischenzeit wird Suko unruhig und betritt die Bar. Er befragt den Besitzer
nach Johns Verbleib. Dieser zeigt sich wenig kooperativ. Suko täuscht
vor, auf Toilette zu müssen, durchsucht aber heimlich die hinteren
Räume der Bar. Findet von John aber keine Spur. Auch Suko wird von den
Dienern des Dschinns angegriffen und auch vom Barbesitzer. Dieser zeigt Suko
den Raum mit der herunter gefahrenen Decke und sagt, dass John Sinclair in
diesem Raum zerquetscht wurde. Suko stellt verzweifelt fest, dass seine Waffen
(Beretta und Dämonenpeitsche) wirkungslos sind. Nur der Stab wirkt und
somit kann Suko der Übermacht entkommen und aus der Bar fliehen. Er
fordert Polizeiverstärkung an, um die Bar zu durchsuchen. Sogar Sir
James Powell erscheint, da vermutet wird, dass John tot ist. Die Durchsuchung
bleibt ergebnislos und die Lage spitzt sich weiter zu, da Sir Powell vom
Barbesitzer als Geisel genommen wird ... John findet in der Zwischenzeit
heraus, dass der Dschinn aus Atlantis stammt und musste ihn unter Zwang der
Diener aus seinem Gefängnis (einem Steinquader) befreien. Der Dschinn
und seine fünf Diener wachsen zu enormer Größe heran und
der Dschinn will John töten. Da auch Johns Waffen (auch das Kreuz)
wirkungslos sind, ist er dem mächtigen Dämon hilflos ausgeliefert.
Doch plötzlich kommen ihm zwei Personen aus dem alten Atlantis zur Hilfe
...
Meinung:
Der Titel und das Cover haben mich zuerst etwas abgeschreckt. Der Anfang
der Story bestätigte zunächst auch meinen Verdacht: John gerät
mal wieder an einen Dämon aus einer anderen Kultur. Dieser ist noch
nicht voll erwacht und schickt erst seine Diener vor. Zusätzlich sind
ihm auch noch ein paar Menschen verfallen und bilden einen entsprechenden
Kult. Das gab's doch schon oft. Allerdings entwickelte sich die Story doch
noch recht abwechslungsreich und durchaus spannend. Die Verbindung zum alten
Atlantis machte die Geschichte interessant. Die Hilflosigkeit von John und
Suko, da ihre Waffen wirkungslos sind, bringt viel Spannung rein. Auch dass
John den Dämon erst befreien muss, ist mal etwas anderes. Allerdings
stört mich teilweise mal wieder Jason Darks Ausdrucksweise: Er verwendet
wieder einmal mehrfach das Wort Neger. Vielleicht liegt es auch an der Zeit,
in der der Roman geschrieben wurde aber es fällt mir trotzdem schwer,
darüber hinwegzusehen. Auch die Beschreibung der türkischen Bar
mit den Gästen, erweckt den Eindruck von Vorurteilen. Das gibt
Kreuzabzüge!!!
Besonderheiten:
Johns und Sukos Waffen zeigen keine Wirkung.
Der erste Auftritt des grünen Dschinns.
3 von 5 möglichen Kreuzen:

Kommentare zum Cover:
Das Cover überzeugt mich nicht so. Ich mag einfach diesen Zeichenstil
nicht. Das aber die dargestellte Szene so ziemlich genau in der Story vorkommt,
stimmt mich etwas versöhnlicher.
Coverbewertung:
Rezension
von Tom:
Kurzbeschreibung:
John wird von einem geheimnisvollen Anrufer ins Kemals Kaffeehaus bestellt,
einer türkischen Bar. Es ist die Rede von einem gewissen "Grünen
Dschinn", der wieder erweckt werden soll. Obwohl John eine Falle wittert,
fährt er mit Suko hin. Während Suko vor dem Kaffeehaus Wache
hält, betritt John das Lokal. Dort wird er von drei geheimnisvollen
Männern überwältigt und in einen Raum eingesperrt, in dem
die Leiche des geheimnisvollen Anrufers liegt. Als sich auch noch die Decke
senkt und John droht zu zerquetschen, geschieht etwas merkwürdiges.
Der Boden verwandelt sich plötzlich in ein Dimensionstor und entführt
John direkt in die Türkei. Dort trifft er auf einen alten Mann, der
einen großen Stein bewacht. In diesem Stein ist seit Jahrhunderten
der grüne Dschinn gefangen. Er hat fünf Diener. Drei von ihnen
sind befreit. Es sind die drei geheimnisvollen Männer, die John
überwältigten. Seit Generationen schon bewachen die Vorfahren des
alten Mannes das Gefängnis des Dschinns. Mit ihrem Blut sorgen sie
dafür, das er auch gefangen bleibt. Doch nun gibt es niemanden mehr.
Unterdessen schleicht sich Suko ins Kaffeehaus. Er wird von den drei Dienern
und dem Wirt, Kelim, überwältigt und erfährt, das John angeblich
tot sein soll. Nachdem er entkommen kann, ruft er Hilfe herbei. Sir Powell
erscheint persönlich zusammen mit der Polizei. Doch Kelim kann Sir Powell
als Geisel nehmen. Unterdessen erwacht der grüne Dschinn und seine Diener
wieder zum Leben. Sie töten den alten Mann und wollen John töten.
Doch plötzlich tauchen Myxin und Kara auf. Der grüne Dschinn existierte
schon zu Atlantis' Zeiten, und Karas goldenes Schwert ist die einzige Waffe,
mit der man den Dschinn töten kann. Es kommt zum Kampf, in dessen Verlauf
die fünf Diener vernichtet werden. Der grüne Dschinn kann allerdings
entkommen. Im Kaffeehaus kann Suko Kelim überwältigen und Sir Powell
befreien. Doch die Wege von John und dem grünen Dschinn werden sich
sicher bald wieder kreuzen.
Meinung:
Mit dem grünen Dschinn kommt ein neuer gefährlicher Gegner hinzu.
Die Geschichte an sich, wurde sehr spannend geschrieben, doch fehlte mir
etwas die Gruselstimmung. Das Sir Powell sich mal wieder persönlich
an einem Fall beteiligt, war eine recht positive Entwicklung. Der alte Knabe
könnte ruhig öfters mal mitmischen. Im großen und ganzen
ein recht unterhaltsamer Roman, dem ich aber nicht mehr als die goldene Mitte
von 3 Kreuzen geben kann.
Besonderheiten:
Erster Auftritt des grünen Dschinns.
3 von 5 möglichen Kreuzen:
Kommentare zum Cover:
Mir gefallen die Bilder von José Perez Montero nicht besonders, obwohl
die Szene auch genauso im Roman vorkommt. Sowohl der grüne Dschinn als
auch seine Diener wurden genauso im Roman beschrieben. Trotzdem gefällt
mir der Zeichenstil überhaupt nicht. Für die detailgetreue Szene,
gibts aber trotzdem noch 2 Kreuze von mir.
Coverbewertung:

Rezension
von Chricki:
Kurzbeschreibung:
John wird von Unbekannten in ein türkisches Café gelockt, wo
er Informationen über den grünen Dschinn, einem Dämon aus
dem alten Atlantis, erhalten soll. Der Geisterjäger wird jedoch in eine
Falle gelockt, überrumpelt und schließlich an die Küste der
Türkei teleportiert, wo er gezwungen wird den Dämon aus einem magischen
Gefängnis zu befreien. Doch der Geisterjäger bekommt plötzlich
von unerwarteter Seite Hilfe: Kara und Myxin tauchen plötzlich auf und
versuchen gemeinsam mit John den Dschinn zu vernichten...
Meinung:
Ein eher schlechter Roman, welcher mich vollkommen gelangweilt hat und ich
mich sogar überwinden musste, die Rezension dazu zu schreiben. Die Story
wird nach dem noch relativ interessanten Anfang vollkommen öde und
unglaubwürdig, z.B. indem der Kellner des Cafés in einem Nebenzimmer
eine Decke installiert hat, welche ihre Opfer zerquetscht. Hinzu kommt, das
alles im Roman schon mal irgendwo vorkam. Die Drohung, zerquetscht zu werden,
die Befreiung eines Dämons, Myxins und Karas Eingreifen, sobald John
nicht weiterkommt, und so weiter und so fort. Einzig positiv wäre das
Entkommen des Dschinns, wobei ich auf ein Wiedersehen wirklich verzichten
kann. Unlogisch war, dass Johns Waffen nicht gegen Dämonen aus Atlantis
wirken sollen, da sie später geschaffen wurden. Wie gut, dass Myxin,
seine Vampire, der Schwarze Tod, Kylon der Druide und all die anderen Atlanter
nicht aus Atlantis kommen und Johns Kreuz dort auch nie gewirkt hat.
Besonderheiten:
- erster Auftritt des grünen Dschinns
1 von 5 möglichen Kreuzen:

Kommentare zum Cover:
Meiner Meinung nach eher sehr dürftig, zum einen gefällt mir der
Zeichenstil überhaupt nicht, zum anderen ist die Darstellung eines
Muskelbepackten John Sinclairs mit schwarzen Haaren und String eher erheiternd
als Neugierde weckend.
Coverbewertung: