John Sinclair Nr. 142: Zombie-Rache
John Sinclair Nr. 142: Zombie-Rache


Das Vampir-Abenteuer lag zum Glück hinter mir. Und auch die Reise in die Vergangenheit. Die letzten Tage hatten mir wirklich alles abgefordert. Zum Ausruhen war ich nicht gekommen. In London wollte ich es ruhig angehen lassen. Mit dem Aufarbeiten alter Akten und so weiter. Doch die Hölle schläft nie. Sie hielt bereits den nächsten Gegner für mich in der Hinterhand. Einen mordenden Zombie...


von Friedrich Tenkrat , erschienen am 23.03.1981, Titelbild: Yücel

Rezension von Postman:


Kurzbeschreibung:
Der Anwalt Lionel Hughes wird überraschend in seinem Büro nach Feierabend von einem grünen Monster angegriffen. Dieser Zombie stellte sich als Compton Cullagher vor, welcher mit dem Juristen noch eine alte Rechnung zu begleichen hat. Lionel wird getötet und die Haut der Leiche verwandelt sich analog dem Monster ebenfalls giftgrün. John Sinclair, welcher nach dem Fund der makabren Leiche seitens der Putzfrau des Anwalts gerufen wird, beginnt sofort mit den Ermittlungen. Über die Sekretärin des Anwalts Lana Meeredith kommt jedoch nur heraus, dass ein Ereignis vor über einem Jahr wohl der auslösende Faktor für diese Rachegeschichte sei. Als nächstes muss der Truckerfahrer Sean Pollock trotz heftiger Gegenwehr dran glauben, dessen Mord sogar sein Freund Stringer Kane ungewollt mitansehen muss. John eiligst herbeigerufen kann, das Monster zwar vernichten (es implodiert), erfährt jedoch vor dessen Tod, dass es nur ein gespiegelte Erscheinung und Dr. Tods Schützling sei bzw. es noch nicht zu Ende wäre. Über Stringer Kane an die Ex-Freundin von Pollock mit Namen Angie Aquilla verwiesen, bekommt John nun den Hinweis, dass Schlüsselereignis in Enfield (30 Kilometer vor London) zu suchen. Lana Meredith wird nun mit dem Ort Enfield telefonisch von John konfrontiert, diese sich nun auch an einen Pastor namens Lloyd Tingwell erinnern kann. John bekommt die Adresse des Pastors heraus und fährt mit Suko zu seiner Adresse. Nur knapp können beide den Pastor vor dem zweiten Monster-Double retten und eine Verwandlung des Geistlichen verhindern. Jedes Opfer hat wohl "seinen" Zombie-Mörder. Der Pastor erzählt nun von dem letzten betroffenen Opfer einem Psychiater namens Jim Mervyn, mit diesem Sie damals ingesamt zu viert Compton Cullagher (einem untoten Raststättenbesitzer) vernichten wollten. Cullagher nützte die Tarnung der Raststätte um Menschen zu fangen und sich die Seelen einzuverleiben. Das Monster wurde jedoch von den vier Männern überlistet und in einen Brunnen einer nebenan liegenden mittelalterlichen Ruine geworfen und mit Steinen zugeschüttet. Suko wird daraufhin zum Psychiater gesandt, dieser auch in letzter Sekunde vor "seinem" Zombie-Double gerettet werden kann. John trifft an der Raststätte ein, bei dieser gerade eine Hochzeitsgesellschaft feiert, und die Braut vom Originalmonster bedroht wird. Unser Geisterjäger rettet die Braut, rammt dem Monster den Silberdolch in den Leib und kann anschließend dem angeschlagenen Monster den Kopf abschneiden - das Monster zerfällt in Einzelteile bzw. die Einzelteile danach zu Staub.


Meinung:
Die Geschichte wird sehr flüssig und spannend erzählt. Die Lösung der Rachegeschichte wird sehr schön auf den hinteren Teil des Romans verlegt und mit erfolgter Detektivarbeit von John auch logisch unterlegt. Obwohl Co-Autor Friedrich Tenkrat sonst schon miesere "Sinclairs" abgeliefert hatte, macht dieser Roman richtig Spaß. Ein kleiner Schnitzer bleibt jedoch bestehen => Das erste Zombie-Double, welches den Anwalt tötete, starb nicht. Warum nutzt das Original-Monster nicht die Gelegenheit am Schluss und greift inkl. übrig gebliebenem Double mit doppelter Power an?


Besonderheiten:
Dr. Tod stattet einen "gewöhnlichen" Zombie mit weiteren Kräften aus um seine Macht festigen.


3 von 5 möglichen Kreuzen:
3 Kreuze


Kommentare zum Cover:

Das Cover ist Geschmackssache. Der Zeichenstil ist etwas verwaschen und nicht sehr detailreich. Die Szene mit der von einem Zombie verfolgten Braut kommt im Roman genauso vor. Ein "In Ordnung" hat sich das Cover damit verdient.


Coverbewertung:
2 Kreuze
Rezension von Tom:


Kurzbeschreibung:
Ein Zombie taucht in London auf und tötet zwei Männer. John und Suko versuchen herauszufinden, wieso diese beiden Männer sterben mussten. Ihr Fall führt sie zu einer Tat, die schon ein Jahr zurückliegt. Was geschah vor einem Jahr in Enfield, weswegen vier Männer sterben müssen? Weswegen will sich der Zombie, der von Dr. Tod mit besonderen Kräften ausgestattet wurde, rächen? John und Suko versuchen dieses Rätsel zu lösen.


Meinung:
Dieser Roman besticht hauptsächlich durch das "Warum". Wieso, weshalb, warum versucht der Zombie diese vier Männer zu töten. Erst relativ spät erfährt man die ganze Wahrheit, was vor einem Jahr in Enfield begann. Ansonsten hat der Roman nicht viel zu bieten. Solche Rache-Geschichten gab es schon zu Hauf in der Serie und dies wird auch nicht der letzte sein. An und für sich gut geschrieben, bringt aber nicht viele neue Ideen mit. Für 2 Kreuze reicht es aber immerhin noch.


Besonderheiten:
Dieser Roman wurde von Friedrich Tenkrat geschrieben.


2 von 5 möglichen Kreuzen:
2 Kreuze


Kommentare zum Cover:
Die Szene kommt genauso im Roman vor. Auch der Zombie wurde ganz genau so beschrieben.


Coverbewertung:
3 Kreuze

Rezension von Chriss:


Kurzbeschreibung:
Ein Anwalt und ein Trucker werden grausam ermordet. John kann den Mörder des Truckers, einen Zombie namens Compton Culagher töten, doch erfährt er, dass der Zombie nur eine Spiegelung des Originals ist. Einen Pfarrer, der ebenfalls von einem Zombie angegriffen wird, können die Freunde retten. Nun erfährt John die Geschichte, weswegen diese drei Männer und ein Arzt, den Suko allerdings ebenfalls retten kann, getötet werden sollen. Vor einem Jahr haben sie einen Zombie mit Steinen in einem Brunnen begraben und somit dingfest gemacht. In der nahegelegenen Schlossruine kommt es zum Finale, in dem sich der Original-zombie eine frisch verheiratete Braut als Opfer sucht.


Meinung:
Der Roman von Fremdautor Tenkrat gehört zu seinen Besseren. Klasse fand ich, dass man sich ewig lang fragen musste: Warum das Ganze? Ständig kriegt man Andeutungen hingeworfen, aber erfährt erst spät, wieso und wie alles zusammenhängt. Auch das Finale mit der Hochzeitsgesellschaft war gut. Es ist ein flüssiger guter Roman


Besonderheiten:
Roman von Friedrich Tenkrat


5 von 5 möglichen Kreuzen:

5 Kreuze


Kommentare zum Cover:

Da ich blind bin, kann ich hier leider keine Bewertung abgeben


Coverbewertung:
Da ich blind bin, kann ich hier leider keine Bewertung abgeben

Rezension von Bloemsemann:


Kurzbeschreibung:
John Sinclair und sein treuer Kampfgefährte Suko werden mit einer mysteriösen Mordserie konfrontiert, die plötzlich in ihrer Heimatstadt London ihren Anfang nimmt. Offensichtlich scheint es ein grünhäutiger und hünenhafter Zombie auf einige ganz spezielle Personen abgesehen zu haben. Bis die beiden Geisterjäger jedoch auf das Treiben des Untoten aufmerksam werden, mussten bereits der Rechtsanwalt Lionel Hughes und der Kraftfahrer Sean Pollock einen schrecklichen Tod sterben. Die Morde scheinen alle auf ein rätselhaftes Ereignis zurück zu gehen, welches sich vor genau einem Jahr in einem Schloss-ähnlichen Rasthof im Londoner Vorort Enfield zugetragen hat. John versucht umgehend die übrigen Betroffen ausfindig zu machen, um sie vor ihrem tödlichen Schicksal zu bewahren, doch der untote Compton Cullagher ist ihm immer einen Schritt voraus.
Um es Sinclair zusätzlich noch schwerer zu machen, verfügt der Zombie über die Fähigkeit, mehrere identische Doppelgänger von sich in den Kampf zu schicken. Nach einer aufreibenden Jagd wird es für den Oberinspektor schließlich deutlich, dass er nur in Enfield selbst dem Rachefeldzug des Monsters ein Ende setzen kann…


Meinung:
Der Kern dieser eher unspektakulären Zombie-Hatz liegt in der Frage: Was ist damals in Enfield passiert, weshalb Cullagher all diese Menschen ermordet? Alles Weitere sind belanglose Makulaturen und erinnern vielmehr an einen Allerwelts-Krimi. Insbesondere die Figur des Zombies ist zum Haare raufen und passt mal wieder bestens in das Sammelsurium von Fritz Tenkrats Kuriositäten. Ein Zombie, der fröhlich vor sich hin plappert, sich vervielfachen kann und zu allem Überfluss auch noch keinen Schatten wirft. Da sind sie mal wieder ganz gewaltig mit unserem Gastautor durchgegangen.
Während Suko eher unbekümmert durch die Geschichte poltert, leidet John Sinclair wie so häufig in diversen Gastbeiträgen unter einer schmerzlichen Selbstüberschätzung, insbesondere was seine Wirkung auf das weibliche Geschlecht anbelangt. Speziell nach der großartigen Vampir-Trilogie definitiv keine Spitzenleistung, dieses Zombie-Märchen…


Besonderheiten:
Ein Friedrich Tenkrat von der schwachen Sorte.
So, dann gibt's auch mal wieder Neuigkeiten aus Alzheim: auf Seite 41 macht Cullagher dem entsetzten Pater Tingwell deutlich klar, dass Hughes und Pollock mausetot sind und er dasselbe Schicksal zu erwarten hätte. Als John auf Seite 48 dem Geistlichen ebenfalls von dem Tod der beiden Herren berichtet, ist dieser wie vor den Kopf gestoßen. Okay, vorher war der Gebeutelte wohl mehr damit beschäftigt, ans nackte Überleben zu denken; oder aber Tenkrat hat einfach geschlafen…


2 von 5 möglichen Kreuzen:
2 Kreuze


Kommentare zum Cover:
Das Cover macht sich besser als die eigentliche Geschichte mit einem widerlichen Zombiewesen und einer doch sehr ansehnlichen Sarah-Jane Jones. Und in der Tat eine Szene aus der Geschichte…


Coverbewertung:
3 Kreuze