John Sinclair Nr. 137: Die Bestien der Madame
Die Partie war ein Hit. Jedenfalls fanden das einige der Anwesenden. Claire
Biggers jedoch war anderer Meinung. Sie wäre gern schon nach Hause gegangen,
denn ihr Freund Norman Coughlin benahm sich mal wieder völlig daneben.
An und für sich war Norman ein netter Junge. Claire konnte ihn gut leiden.
Sie kamen blendend miteinander aus. Nur wenn Norman zu tief ins Glas guckte,
dann wurde er unausstehlich. Zumeist suchte er dann einen Grund zum Streiten,
und wenn er keinen fand, nörgelte er so lange an Claire herum,
bis sie irgend etwas sagte, wo er einhaken konnte. An diesem Abend war es
nicht anders gewesen. "Wie du wieder aussiehst", hatte er abfällig gesagt.
von Friedrich Tenkrat , erschienen am 16.02.1981, Titelbild: Sebastia Boada
Rezension von
Postman:
Kurzbeschreibung:
Über ihren streitsüchtigen Freund ungehalten verläßt
Claire Biggers für kurze Zeit eine Party um eine Runde um den Block
zu drehen. Sie wird jedoch von einem drachenähnlichen Monster aus der
Kanalisation in diesselbige verschleppt. Der Reporter Henry Taviss, der auch
auf der Party war und schon lange ein Auge auf die hübsche Claire geworfen
hat, folgte ihr und wird ebenfalls von dem Monster angegriffen und
bewußtlos geschlagen. Wieder erwachend und Clair erfolglos suchend,
informiert dieser sofort den befreundeten Reporter Bill Connolly, welcher
auch sofort seinen Freund John Sinclair informiert. Zu dritt begeben sich
nun alle hinab in die Kanalisation um Claire zu suchen, die sich nach John
und Bills Eintreffen mit Schreien bemerkbar zu machen versuchte. Dabei kommt
Henry ums Leben, obwohl er dem Monster mit dem Silberdolch eine Verletzung
beibringen kann - Claire kann jedoch gerettet werden. Zur gleichen Zeit wird
die 20-jährige Shirley Jennings von einer Madame M. zu Hause angerufen
und über Telefon hypnotisiert bzw. ferngesteuert, dass Sie Ihre Mutter
niederschlägt und sich in das Gebäude der geheimnisvollen Anruferin
begibt - dort wird Sie in eine Tigerfrau verwandelt. John bekommt durch Hinweise
heraus, dass ein Verdachtsmoment in dass von Madame M. (Melissa Morte)
betriebenen Gruselkabinett führt. Dort werden "echte" Monster ausgestellt.
John fährt mit Bill und Jane sofort hin und stellt Madame M. zur Rede
- diese gibt auch Ihren schrecklichen Plan, als dass drachenähnliche
Monster mit der Verletzung im Kabinett gesichtet wird, sofort zu. Sie
möchte mit Hilfe von in Monster verwandelnden Menschen London erobern.
Auf Befehl von Madame (einer Hexe) greifen nun alle Monster an. Glenda Perkins,
die von einem befreundeten Polizisten aufgrund einer großer Zahl
verschwundener Menschen, auch einen Tipp Richtung Gruselkabinett bekam,
möchte John vor Ort warnen und wird gleichfalls von Monstern attackiert.
Johns Freunde und ein verirrter Besucher kämpfen nun verzweifelt gegen
die Monsterschar. John gelingt es Madame M. zu stellen, diese ihn packt und
mit Hilfe eines beschworenen fliegenden Satanskopfes ihn erledigen möchte.
John kann sich jedoch befreien, der Satanskopf spießt die Hexe auf,
welche zu Staub zerfällt. Der Satanskopf wird von John mit Hilfe des
Kreuzes erledigt, der explodiert und das Gebäude in Brand setzt. Durch
die Flammen kommen alle im Gebäude befindlichen Monster um - John und
seine Freunde können sich retten.
Meinung:
Das erste Drittel des Romans befaßt sich mit dem Monster aus der
Kanalisation. Der etwas dünn geratene Mittelteil hält mit Mühe
und Not den Roman zusammen. Das letzte Drittel besteht dann fast nur aus
Monsterklopperei diese ziemlich ermüdend auf den Leser wirken. Da die
Handlung zudem jederzeit vorhersehbar ist gibt es nur 1 Kreuz.
Besonderheiten:
Glenda Perkins greift ungewollt beim Finale in das Geschehen ein.
1 von 5 möglichen Kreuzen:

Kommentare zum Cover:
Das Mädchen und das Monster sind gut getroffen - der Nebel verstärkt
den unheimlichen Eindruck noch.
Genauso wird in der Anfangssequenz im Roman die Szenerie beschrieben. Trotzdem
gibt es bessere Bilder.
Coverbewertung:
Rezension
von Tom:
Kurzbeschreibung:
Ein junger Reporter namens Henry Taviss informiert Bill Conolly darüber,
dass eine Freundin von ihm gerade von einem drachen-ähnlichen Monster
in die Kanalisation entführt wurde. Bill, John und Henry steigen hinunter
und können das Mädchen retten, doch Henry Taviss wird getötet.
John verfolgt das Monster bis hin zur Monstershow der Madame M. Zusammen
mit Jane und Bill besucht er am nächsten Tag diese Show und erfährt,
dass Madame M. eine Hexe ist und aus unschuldigen Menschen Monster macht.
Als auch noch Glenda in das Horror-Kabinett kommt, müssen sie gegen
eine ganze Schar Monster kämpfen, bis John am Ende Madame M. gegenüber
steht und sie vernichtet.
Meinung:
Wieder ein Roman von Tenkrat, der mir nicht sonderlich zusagt. Hier und dort
eine Vielzahl an unterschiedlichsten Monstern. Vom Drachen über Ghoul
zum Vampir bis hin zum Werwolf und Wertiger ist alles vertreten. Ich mag
solche Geschichten nicht. John, Bill und Jane schießen sich durch die
ganze Monsterbrut ohne dass groß Spannung und Action aufkommt. Ein
Monster taucht auf und wird erschossen. Mehr passiert da eigentlich nicht.
Also mit Müh und Not kann ich dem Roman noch 1 Kreuz geben.
Besonderheiten:
Dieser Roman wurde von Friedrich Tenkrat geschrieben.
1 von 5 möglichen Kreuzen:

Kommentare zum Cover:
Das Cover gefällt mir auch nicht. Es kommt zwar genauso im Roman vor,
doch der Zeichenstil gefällt mir nicht.
Coverbewertung:

Rezension von
Chriss:
Kurzbeschreibung:
Henry Taviss ist Reporter. Als er mitbekommt, dass sein Schwarm Claire
von einem Drachenähnlichen Monster in die Kanalisation verschleppt wird,
informiert er Bill Conolly, der sofort John hinzuzieht. Gemeinsam steigen
di drei in die Abwasserschächte, wo sie Claire zwar retten können,
Taviss aber wird getötet. Alle Spuren führen zur Monstershow von
Madame Melissa Morte, die in ihrer Show zu Monstern gewordene Menschen ausstellt.
Als das Sinclair-Team dort eintrifft, erwachen die Monster zum Leben. die
Morte will mit Hilfe ihrer Monster London überschwemmen. Wird es den
Freunden gelingen, die Madame und ihre Schöpfungen unschädlich
zu machen?
Meinung:
Bei diesem Roman bin ich hin- und hergerissen. Ich zähle hier
mal die Punkte auf, die mir gefallen haben:
1. Henry Taviss bekommt den Silberdolch überlassen, womit er auf das
Drachenmonster losgeht.
2. Der gesamte Kampf in der Kanalisation.
3. Der Showdown mit Madame M.
4. Die Szene mit Shirly, die wie hypnotisiert ihre Mutter niederschlägt,
zu Madame M. kommt und sich in eine Tigerfrau verwandelt.
Fazit: Ich gebe zwei Durchschnittskreuze
Besonderheiten:
Roman von Friedrich Tenkrat
2 von 5 möglichen Kreuzen:
Kommentare zum Cover:
Da ich blind bin, kann ich hier leider keine Bewertung abgeben
Coverbewertung:
Da ich blind bin, kann ich hier leider keine Bewertung abgeben
Ein Zusatzhinweis zu dem Cover kommt von Michael Schick:
Das Titelbild des John Sinclair Romans wurde auch schon auf dem Cover des
spanischen Comic-Magazins DOSSIER NEGRO Nr. 179 verwendet: